feuerwehr-sprendlingen

Einsatzabteilung Sprendlingen

Stadt:
Dreieich

Stadtteil:
Sprendlingen

Gründungsdatum:
14. März 1879

Einsatz- und Gefahrenschwerpunkte:
Großes Gewerbegebiet; Verbraucher- und Möbelmarkt; Kosmetikbetrieb mit leicht entflammbaren Stoffen; Ausgedehntes Wohngebiet; Ausgedehnte Waldflächen; mehrere Alten und Pflegewohnheime; Kindergärten; Schulen

Personalstärke:
Feuerwehrverein: 136
Einsatzabteilung: 58
Jugendfeuerwehr: 10
Kinderfeuerwehr: 0

Fahrzeuge:
KdoW, ELW I, MTF, KLF, TLF 16/25, TLF 20/40, HLF, DLK 23-12, RW 2/ Kran, GW/L, GW/G, MTF


Als acht Männer im Jahr 1879 die Freiwillige Feuerwehr gründeten, zählte Sprendlingen lediglich 2500 Einwohner. Einige Handwerksbetriebe und zwei Fabriken waren am Ort. Die Ausrüstung bestand aus einer handbedienbaren Spritze und Feuereimern.

Da die Gemeindeverwaltung nicht genügend Geld hatte, konnte die Ausstattung nur nach und nach modernisiert werden.

1912 kaufte die Gemeindeverwaltung ein altes Anwesen an der Pestalozzistraße, das sie 1949/50 umbaute und in dieser Form noch heute als Gerätehaus dient.

Anfang der 20er Jahre bekam Sprendlingen eine halbmechanische 10-m-Drehleiter, die bereits 1929 durch eine 15-m-Leiter ersetzt werden konnte. 1932 folgte schließlich eine für damalige Verhältnisse moderne 800-Liter-Spritze.

Während des Zweiten Weltkriegs waren Sprendlingen und die Nachbargemeinden zahlreichen Luftangriffen ausgesetzt. Daraus resultierend gab es auch viele Einsätze, die vor allem die älteren Kameraden bewältigen mussten, da die jüngeren als Soldaten ihren Dienst versahen.

Ende der 50er Jahre überlegte der Vorstand, wie man den Nachwuchs für die Wehr gewährleisten könne und führte 1959 erstmals Informationsveranstaltungen durch. Am  16. Juli 1962 fanden sich vier Jungen ein und gründeten die Jugendfeuerwehr. Sprendlingen nahm damit im Kreis Offenbach eine Vorreiterfunktion ein. Am Jahresende war die JF auf die stattliche Größe von 17 Mitgliedern gewachsen.

Im Frühjahr 1971 wurde von den zehn westlichen Gemeinden im Finanzverbund ein RW 2 beschafft und in Sprendlingen stationiert.

Nach der Gebietsreform, in der Sprendlingen zu Dreieich-Sprendlingen wurde, war schon bald ein sprunghafter Anstieg der Einsatzzahlen zu verzeichnen. Als größter Stadtteil nimmt Sprendlingen eine stützende Funktion bei allen größeren Schadenslagen in den anderen Stadtteilen ein. Schon bald konnten Norm- und Sonderfahrzeuge beschafft werden, um den Anforderungen der ständig steigenden Einsätze gerecht zu werden.

1980 schließlich wurden drei hauptamtliche Kräfte eingestellt, die auf der Wache Sprendlingen ihren Arbeitsplatz fanden, denn die Arbeiten, die jetzt anfielen, konnten von den Freiwilligen alleine nicht mehr bewältigt werden.

1986/87 wurde die Zahl der hauptamtlichen Kräfte erhöht und der 24-Stunden-Schichtbetrieb eingeführt. Dazu war es notwendig, in der Fahrzeughalle einen Sozial- und Bereitschaftsraum einzubauen. Wichtiger Platz zur Unterbringung von Fahrzeug und Gerät ging verloren.

Wie in den Nachbargemeinden war auch in Sprendlingen die Zahl der freiwilligen Helfer rückläufig. Hauptsächlich tagsüber gab es Schwierigkeiten, genügend Kräfte zu bekommen. Deshalb stockte man die hauptberuflichen Kräfte ein weiteres Mal auf.

Nachdem das alte Feuerwehrhaus in der Schulstraße zu klein wurde, konnte mit dem Neubau der Feuerwache Sprendlingen im Juni 1994 begonnen und diese im Mai 1996 bezogen werden.

Somit entstand an der Hainer-Chaussee ein großzügiges Areal für die Feuerwehr. Angegliedert sind 2 Wohnungen und die Unterkunft für das DRK Dreieich. Dort sind zur Zeit 9 hauptberufliche Kräfte beschäftigt, die sich um die Wartung der Gerätschäften, Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser kümmern.

Um die Anfahrt für die Einsatzkräfte zu erleichtern, wurde eine Alarmzufahrt im Bereich der Theisenmühle geschaffen, damit im Einsatzfalle die Einsatzkräfte zügig die Wache erreichen, die ziemlich außerhalb des Zentrums von Sprendlingen ist.

Ein Kleinlöschfahrzeug Mercedes/ Rosenbauer wurde 1997 in den Fuhrpark übernommen. Um zu gewährleisten, dass möglichst bei Einsätzen eine Führungskraft zur Verfügung steht, wurde im Jahr 2000 der Einsatzleiterdienst eingeführt.

Dieser wird im Wechsel von eingesetzten Zugführern und der Wehrführung übernommen.

Im Jahr 2004 feierte die Feuerwehr Sprendlingen ihr 125jähriges Jubiläum. In den letzten 125 Jahren hat sich die Feuerwehr Sprendlingen von einst einer kleinen Dorffeuerwehr zu einer Feuerwehr in einer Stadt von über 40.000 Einwohnern entwickelt.

Dies stellen die Einsatzkräfte jährlich bei ca. 300 Einsätzen unter Beweis. Im Stadtteil Sprendlingen mit über 20.000 Einwohnern und fast 800 Betrieben, stehen derzeit 58 Einsatzkräfte, darunter 6 Frauen, zur Verfügung, die an 365 Tagen rund um die Uhr bei Notfällen ehrenamtlich Hilfe leisten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden und professionelle Hilfe vor Ort leisten zu können, wird im 12 tägigen Rhythmus Aus - und Fortbildung durchgeführt.